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Fotografieren der Strecke: Dresden - Nürnberg

Die Strecke Dresden-Nürnberg planen wir schon seit langem. Von einer bisherigen Umsetzung mussten wir immer wieder absehen, weil wir diese Strecke nach unseren Vorstellungen nicht im Microsoft Trainsimulator realisieren konnten. Die Teilelektrifizierung dabei war nur eines der Probleme. Viele taten sich auf der Landkarte auf, zum Beispiel mehrere Architekturwechsel, und bestätigten sich nach unserer Streckenbegehung. Mit den neuen Möglichkeiten die für uns nun zur Verfügung stehen, wird diese Strecke nun endlich realisiert. Basierend auf der Auran Jet Engine, welche im Trainz Railroad Simulator verwendet wird, entsteht dieses Programm als erstes in einer neuen Reihe.
Die von Trainz Railroad Simulator bekannten Features werden dabei integriert sein.
Eine Streckenbegehung ist eine sehr anstrengende Reise, bei der man aber die tollsten Sachen erlebt und die unterschiedlichsten Orte und Menschen kennen lernt, welche man sonst nie betreten würde. Wer war denn schon mal in Gutenfürst oder Oberkotzau? Nach einer Woche aber kann man von Bahnsteigen und Bahnhofsstrassen nichts mehr sehen.

Wir möchten euch gern einladen mit uns auf die Reise zu gehen und zu erfahren was wir erlebt haben.
Wir werden diese Strecke in der Vergangenheit spielen lassen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dort wenig los und außer dem 612 findet man dort wenig Abwechslung. Also gehen wir um mehr als zehn Jahre zurück zu der Zeit als der Osten noch Osten war und man Waren und interessante Züge fahren konnte.

Bewaffnet mit jeder Menge Informationsmaterial, guter Laune und unserem Equipment ging es Montag in Dresden los Richtung Freital – 400 Kilometer vor uns bis Nürnberg. Die Spuren des letzten Hochwassers sind sehr deutlich zu sehen. Die Eisenbahnschienen wurden neu verlegt, Brücken weggerissen.



Während alte Brücken standhielten wurden neuere Brücken gnadenlos weggespült (hintere Betonbrücke).


Freital-Hainsberg

Neben dem Bahnhof verläuft eine Schmalspurbahn. Im Bahnhofsbereich wird man dort auch mit Schmalspur rangieren können. Unterschiedliche Gleissysteme sind in der Jet Engine kein Problem mehr. Große Industrieanlagen begleiten uns im typischen DDR Stil. Man macht sich erste Notizen für Industrieanschlüsse.
Wir finden noch viele Sachen die sich kaum verändert haben und sammeln fleißig für Ostalgie. Hier ein Bauwagen mit "Innenleben".





Wir erreichen Muldenhütten. Wir sehen eine große Stahlverarbeitung und ein paar Gleise.



Eines ist sicher: Hier gibt es einen Industrieanschluss wo man Waren entladen kann. Uns interessiert noch mehr dieser Anlage. Wir unterhalten uns mit dem Fahrdienstleiter. Dieser ist erstaunt von unserer Arbeit und gibt uns wertvolle Informationen, über Weichenlagen, veränderte Bahnsteige und zeigt uns sogar noch schwarz Weiß Fotos wie es hier mal vor langer Zeit aussah.

Angekommen in Freiberg. Die Bahn baut die Strecke um. Uns beschleicht langsam das Gefühl, dass wir wie bei ProTrain 4 mit dem Räumkommando der Bahn um die Wette fahren müssen. Gleisverläufe wurden mittlerweile teilweise komplett umgeräumt.



Weiter geht's durch erhaltene Dörfer in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
Kuriositäten erlebt man bei uns öfters. Hier sind wir in der Ortschaft Frankenstein.


Frankenstein gibt es wirklich ;-)

Die Landschaft wird immer uriger. Hier gibt es mal eins der vielen Viadukte. Die Streckenführung wurde vor langer Zeit umgelegt auf eine modernere Brücke. Bei uns wird der Viadukt noch befahren.



Die Bahnhöfe wechseln von Ort zu Ort den Stil, hier Bahnhof Niederwiesa.


Der Bahnhof stand schon vor dem 2. Weltkrieg.

Der erste Tag neigt sich dem Ende und wir sind auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Fündig werden wir in einem kleinen Abgelegenen Ort auf einem Wasserschloss.
In gemütlicher Atmosphäre nahmen wir unser Abendessen ein, als wir plötzlich von lauten Glockengeräuschen unterbrochen wurden. Vor unseren Augen versammelte sich eine Hochzeitsgemeinschaft. Zwei Gespenster brachten zur Phantom der Oper Musik eine große Torte an. Die Kamera habe ich leider auf meinem Zimmer liegen lassen, sodass ich hiervon keine Bilder habe.


Nix mit Etab. Die Nachtquartiere werden mit Sorgfalt ausgewählt. Nach einem anstrengenden Tag braucht man richtige Entspannung.

2. Tag: 8:00 Uhr, los gehts. Gut gefrühstückt geht die morgendliche Streckenplanung los.


Morgendliche Vorbereitungen von l. nach r.: Rolf Steinberg, Michael Zelm.

Nächster Halt Chemnitz. Das Stadtbild von Chemnitz ist zwiespältig. Viele Bauten stehen einfach leer und verfallen. Das Bahnhofsgebäude hat sich von innen kaum verändert. Sich vorzustellen wie es hier noch zu DDR Zeiten aussah fällt leicht.


Bild 1121 Bahnhofshalle Chemnitz.

Chemnitz ist für uns der erste größere Bahnhof. Wir nehmen uns die Zeit und kümmern uns um Details. Speziell im Bereich Sound wollen wir – nicht nur fürs Rollmaterial - viel machen.


Matthias bei Soundaufnahmen am 642.

Während ich mich freue endlich einen guten Dieselsound zu bekommen und der Schaffner den Zug abfahrbereit macht spricht mir eine älter Frau ins Mikrofon wo sie denn Ihren Fahrschein stempeln könne.
Ich war so überrascht das ich erstmal eine Zeitlang brauchte um zu realisieren was sie eigentlich von mir wollte. Verzweifelt suchte ich in einem mir fremden Bahnhof so einen Stempelautomaten und konnte auch einen finden. Sie erreichte noch ihren Zug und fuhr los.

Eine 143 gesellte sich zu mir und lies ein wenig Soundaufnahme zu.
Während wir in Chemnitz unsere nächsten Haltepunkte suchen fahren wir durch die tiefste Prärie. Straßenzüge die seit der Wende ihr Aussehen komplett erhalten haben sind für uns unschätzbare Dokumente.


Man denke sich die Straßenlampen sowie den neuen Anstrich weg und man weiß, wie es damals in der DDR aussah.

Da ich selbst aus Sachsen-Anhalt ( Halle ) komme, bin ich gern in den neuen Bundesländern. Vieles sieht aus wie ein Stück Heimat, viele Dinge erkenne ich wieder unser Tempo wird langsamer. Wir nehmen selbst alte Straßenlampen auf.

Wir erreichen Hohenstein-Ernstthal. Uns bietet sich ein Bild wie vor 20 Jahren mit alten Bahnsteigen und Bussteigen.




Die Luftwaffe übt über der Stadt im Tiefflug.

Der 2. Tag neigt sich dem Ende und wir erreichen Zwickau.





Wir machen noch einige Soundaufnahmen und fahren dann weiter nach Jößnitz zum übernachten. Ein Unwetter bricht über uns herein, doch wir erreichen noch trockenen Fußes unser Hotel. Abends besprechen wir noch den nächsten Tag und speichern unsere Bilder zwischen. Der Tag klingt langsam bei Köstrizer aus.

Dritter Tag.

Eigentlich ist das immer unser Tiefpunkt-Tag. Wir spielen nur noch langsam das Bahnsteig Treppe rauf Treppe runter Spiel. Doch diesmal war der Tiefpunkt nicht da ( der kam erst am Tag 4). Wir fahren weiter und erreichen nun das Vogtland.

Wir erreichen Reichenbach. Der Bahnhof stand früher zwischen den Gleisen. Heute kann man ihn direkt erreichen. Das alte Gleisbild ist komplett umgebaut worden. Doch wir finden genug Material beim genauen hinsehen.



Der Fahrdraht endet kurz hinter Reichenbach.

Wir sind an der Gölschtalbrücke. Mit einem Fesselballon kann man sich das Ganze von oben angucken. Diese Gelegenheit haben wir natürlich genutzt und haben eindrucksvolle Fotos bekommen.






Blue Sky in der Luft. Von Links nach Rechts: Geschäftsführer Rolf Steinberg, Streckenbauer Michael Zelm, 3D Lead Artist Matthias Gose.



Wir bewegen uns weiter auf Plauen zu. Inzwischen ist der dritte Tag angebrochen. Unterwegs finden wir immer wider alte Objekte die noch aus der DDR Zeit stammen.
Wir erreichen Plauen oberer Bahnhof. Auch hier ist die Bahn am umbauen, doch vieles ist immer noch zu sehen.


Solche Gleisverläufe gibt es wirklich.


Innenstadt von Plauen.

Im Laufe des Tages erreichten wir Gutenfürst, den ehemaligen Grenzbahnhof DDR / BRD. In Schwanheide hatten wir eigentlich nicht viel sehen können und somit erwarteten wir auch hier das Gleiche. Zu unserer Verwunderung war aber alles noch erhalten. Die alten Türme erkannte man von weiten.


Auch die alten Befestigungen waren komplett erhalten.


Hier kam man nur in Handschellen rein, wenn man Glück hatte. Wenn nicht...

Eine offen stehende Tür eines Schuppens machte uns dann neugierig. Wir schauten hinein.


Mienenschilder.

Uns interessierte, woher die Schilder wohl stammten, also machten wir uns auf die Suche ob wir hier etwas mehr finden konnten als in Schwanheide.
Wir hatten Glück, der Kolonnenweg (dieser Weg führte an der ehemaligen Grenze lang) war komplett erhalten. Mit unserem Fahrzeug folgenden wir diesem zum Streckenkilometer 151,699 - der Grenze.



Um euch mal einen Überblick zu geben, haben wir für euch ein 180 Grad Foto gemacht. Hätte ich das vor 15 Jahren versucht hätte man mich schon längst erschossen und selbst heute muss man sich dort vorsichtig bewegen um nicht in Mienen zu geraden. Woher die Schilder kommen kann man an der Grasfläche sehen. Die Linke Seite des Bildes zeigt den Blick Richtung alte Bundesländer. Der Tannenwald dahinter ist die exakte Grenze. Die helle Grasfläche gehört zum Todesstreifen. Gut sehen kann man das da es dort fast keine Bepflanzung gibt. Die Minenschilder kamen von dieser Stelle. Folgt man dem Bild weiter nach rechts ist der Kolonnenweg zu sehen der den Grenzverlauf aufzeigt. Das rechte Ende des Bildes zeigt den Blick zurück nach Gutenfürst.


180 Grad Panorama Bild. Draufklicken zum vergrößern.

Der dritte Tag neigt sich dem Ende entgegen.

Tag 4.

Hof regen. Fotografieren macht heute keinen Spaß. Es ist nur nass und kalt und wir versuchen schneller als die Gewitterfront zu sein.

In Hof finden wir noch einige ICE TD's vor.



Wir fahren weiter nach Oberkotzau.





In Kirchenlaibach teilt sich die Strecke. Eine Richtung geht nach Bayreuth, die andere nach Schnabelwaid und weiter nach Nürnberg. Bei unserer Strecke können beide Teile befahren werden.


Soundaufnahmen in Bayreuth.

Wir fahren weiter nach Schnabelwaid.

Der 5. Tag bricht an. Dieser wird mir wohl noch in vielen Jahren in Erinnerung sein.

Wir fahren durchs Pegnitztal.



Eine der wohl schönsten Ecken.

Ankunft in Hersbruck. Wenn wir auf die Bahnsteige kommen ist ja schon vieles passiert. Viele Leute fragen uns ob wir vom Radio oder Fernsehen kommen, weil wir komischerweise Decken und Wände fotografieren und Geräusche aufnehmen. So sind schon die interessantesten Gespräche zustande gekommen. Viele Leute kennen uns mittlerweile und geben uns auch wertvolle Informationen.

Eine Horde junger Mädchen fragte uns neugierig nach unserer Arbeit und diese wollten unbedingt etwas dazu beitragen. So haben wir dadurch einige perfekte Stadtgeräusche von sich unterhaltenden Menschen.


Mit Blue Sky ist Stimmung am Bahnsteig.

Wir sagen hier noch einmal rechtherzlich danke.
Weiterhin finden wir noch einige sehr alte Reisezugwagen und machen fleißig Fotos. Wir möchten uns hier rechtherzlich bei den Betreibern für die Aufnahmen bedanken.



Weiter geht's in Richtung Nürnberg.

Gegen Abend erreichen wir Nürnberg Hauptbahnhof.

Nach 5 Tagen sind wir nun fertig mit der Strecke, welche für mich persönlich eine lange Geschichte erzählt. Leider kann ich nicht jeden Eindruck wiedergeben.
Man erlebt bei einer Streckenbegehung sehr viel, doch was ich persönlich diesmal erlebte kann man schwer beschreiben. Man erkennt sehr schnell das Problem der Arbeitslosigkeit in Sachsen oder man merkt wie bedeutend ein Ort namens Neunkirchen am Sand werden kann.

Wir möchten uns bei allen bedanken die uns bei unserer Reise geholfen haben, besonders dem "Stadtsound"-Team aus Hersbruck.

Einige Statistiken:

Datenmenge: 4190 Bilder - 8,55 GB
Dauer: 5 Tage (unzählige dunkle :-) )

Es grüßen Rolf Steinberg, Michael Zelm und Matthias Gose.

Viele Grüße vom Blue Sky Team – vielleicht demnächst auch in Ihrer Nähe.