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Erkundung Schiefe Ebene

Herzlich Willkommen zum Erkundungsbericht von


PT 15 Schiefe Ebene



Donnerstag, 26.10.

Um 08:00 Uhr ging es von Berlin aus auf Erkundung für die Schiefe Ebene. Im Hinterkopf hatte ich Bilder von schnaufenden Dampfloks, Schürzenwagen und Telegrafenmasten neben der Strecke. Schliesslich war die Strecke als Mekka für Dampf-Freaks bekannt. Was würde ich davon heute noch vorfinden? Nein, ich war nicht so weltfremd etwa noch 01'er im Plandienst finden zu wollen. Ganz im Gegenteil. Die alten Bilder aus Büchern und Zeitschriften im Hinterkopf war ich gespannt, ob die Strecke heute überhaupt noch wieder zu erkennen sein würde.

Zunächst standen 4 Sunden Autobahn auf dem Programm, dann war das erste Ziel, Hof, erreicht. Hier hatten wir uns schon für PTP2 umgesehen. Aber doppelt angeschaut kann nichts schaden, zumal jetzt die Sonne schien. Für Texturen eine wahre Wohltat. Heute war auch etwas Betrieb am Containerterminal, das ganz ohne Kran auskommt.
So langsam kam ich ins Schwitzen, denn obwohl es Ende Oktober ist, hatten wir doch mal eben 25o.

Auch Oberkotzau und der dortige Bahnhof sahen im Sonnenschein noch ansehnlicher aus. Nebenbei stellte sich noch ein kleiner Aha-Effekt ein: seit der Erkundung von PTP2 war schon wieder ein Gleis fast verschwunden, zumindest die Weichen waren komplett ausgebaut. Sio logisch das "komplett" auch klingt, so logisch ist gar nicht. Ich habe schon oft gesehen, dass einfach nur die betreffende Zunge entfernt wurde und, wenn noch etwas Geld da war, das Herzstück durch ein durchgehendes Schienenstück ersetzt wurde. Manchmal bleibt einfach kein Geld oder keine Zeit für den Weichenausbau übrig. Selbst neu gesetzte Fahrleitungsmasten, für die schlicht eine Schwelle herausgesägt wurde und der Rest liegenblieb, habe ich schon gesehen. Nicht hier an der Strecke, sondern in Berlin-Blankenburg.


Zurück zu dieser Strecke. Ab Schwarzenbach begann Neuland im doppelten Wortsinn. Zum einen eine noch noch unbekannte Strecke und andererseits jede Menge Agrarland. Daran änderte sich auch nichts am "Bahnhof" in Förbau und erst recht nicht in Seulbitz. Dem Trampelpfad nach zu urteilen, steigt hier jeden Tag eine Person ein und abends wieder aus. Von Bahnsteig, so wie man ihn normalerweise kennt, keine Spur. Nebenbei gesagt, habe ich mich bei dieser Erkundung öfter gefragt, ob der betreffende Bahnhof nicht nur aus purer bürokratischer Trägheit noch in Betrieb ist. An den Spuren zumindest konnte man ablesen, dass sich die Nachfrage -- vorsichtig ausgedrückt -- arg in Grenzen hält.


Etwas mehr Betrieb war dann wieder in Münchberg, obwohl auch hier das Rückbaukommando bereits beachtlich gewütet hat. Von den ehemals wohl 11 Gleisen sind noch ganze drei übrig. Deutlich sieht man, wo die Bahn heutzutage ihre Prioritäten setzt. Der Nahgüterverkehr gehört eindeutig schon lange nicht mehr dazu. Interessant waren die Formsignale, die hier noch fleißig der Zeit trotzen und zuverlässig ihren Dienst versahen. Ein Blick auf den Fahrplan zeigte mir, dass die Nebenstrecke nach Helmbrechts wohl eher auf Zuruf bedient wird. Somit war klar, dass sie mit ihrem mehr als überschaubaren Betrieb nicht als Nebenstrecke für dieses Add-On taugte.




Das nächste Ziel war Stammbach. Auch hier weit und breit fast nur Wiesen und Wälder. Der Bahnhof setzte noch eins drauf. Standen in Müchberg nur die Formsignale, so konnte man hier sogar noch die dazu passenden Hebelbänke sehen. Das dritte Gleis wurde schon vor Jahren zurückgebaut und die Bahnsteige verkrauten zusehends. Ab hier ist die Strecke eingleisig.




Wenn man eine Strecke besucht, dann stehen nicht nur die heute betriebenen Bahnhöfe auf dem Plan. So war Falls das nächste Ziel. Hier sagen sich nun wirklich Fuchs und Hase gute Nacht. Das alte Bahnhofsgebäude wurde gerade saniert. Inzwischen war es 17:00. Langsam wurde es dunkel. Daher war für heute Schluß mit fotografieren.



Freitag, 27.10.

In der Nacht zogen dunkle Wolken über den Himmel und am Morgen hingen sie immer drohend in der Gegend herum. Was wollen sie mir sagen? 'Mach hinne, sonst schifft's'? Na hoffentlich nicht. Also los auf die Piste!
Heute stand als erstes Marktschorgast auf dem Programm. Ab hier ist die Strecke wieder zweigleisig. Nun beginnt der kurze aber heftige Steilabfall, der der gesamten Strecke sein Gepräge gibt. Woher kommt eigentlich der Begriff 'Schiefe Ebene'? Ist denn nicht jede Steigung und jedes Gefälle in gewisser Weise eine schiefe Ebene? In gewisser Weise schon. Hier jedoch ist die Steigung etwas besonderes. In der Regel wird versucht, Steigungen dem Gelände anzupassen. So kommt es in einer Steigung zu wechselden Neigungen. Nicht so hier! Sobald der Zug Marktschorgast verlässt nimmt er 'die Nase runter' und behält das Gefälle mit konstantem Wert bis zur Einfahrt in Neuenmarkt-Wirsberg bei. Eben weil der Neigungswert konstant ist kam es zu dem Begriff 'Schiefe Ebene', ein glattes Brett, das einfach etwas angekantet wurde. So belanglos dieser Umstand bei Talfahrt ist, so fatal kann er sich bei Bergfahrt auswirken. Wer nicht den nötigen Schwung aus Neuenmarkt-Wirsberg heraus mitnimmt, 'verreckt' schlichtweg an der permanenten Steigung. Nirgends ist auch nur der Hauch eines Absatzes zu finden, an dem man wieder 'Luft holen' kann.

Ich war ja kurz davor, die Aufsicht zu fragen, ob hier vor kurzem hoher Besuch ankam, denn der Bahnsteig Richtung Hof war komplett mit grünem Rasenteppich ausgelegt, wie man ihn in jedem Baumarkt von der Rolle bekommt.


Nun weiter nach Neuenmarkt-Wirsberg. Inzwischen hatten die dunklen Wolken einem blassen Dunst Platz gemacht. Es war wieder so warm wie gestern. Was tun? Schneller bewegen als man schwitzen kann? Nein, eine kleine Verschnaufpause war angesagt, denn das hiesige Dampflok-Museum ist beileibe nicht nur regional bekannt. Daher stand es natürlich auch auf meiner 'to-do'-liste. Fazit: interessant aber fuchtbar dunkel. Die schwarzen Rösser schlucken doch tatsächlich fast das ganze Licht der spärlichen Deckenbeleuchtung. Das Fabrikschild am Zylinderblock einer Dampflok ließ mich dann spontan um sieben Ecken denken: Hier also in Neuenmarkt-Wirsberg fand ich eine Verbindung zum künftigen PTP4. Wie das? Die Lok wurde bei Schwartzkopff gebaut und die hatten ihr Werk in Wildau an der Strecke nach Königs Wusterhausen.
Am Bahnsteig dann noch ein Hingucker. Eine blaue Ludmilla der Regentalbahn mit einem Containerzug wartet auf Ausfahrt Richtung Hof.









So, jetzt aber schleunigst nach Bayreuth, ehe dieser Streckenast irgendwie in Vergessenheit gerät. Am nörlichen Stadtrand war erst mal ein kurzer bei einem Supermarkt angesagt, denn soviel man auch zu Hause einpackt, irgendwas hat man bestimmt vergessen. In dem langen Vorraum waren etliche kleinere Geschäfte, die allerlei Nützliches und ebensoviel Unnützes zum Kauf anboten. In welche Kategorie der Laden mit den postergroßen Sprüchen gehört mag jeder selbst beurteilen. Auf einem dieser Poster stand zum Beispiel:
Wie ist Ihre Meinung als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?"

Einundzwanzig, zweiundzwanzig ... so, jetzt müsste er auch beim letzten angekommen sein. Da ich nicht wusste, was ich mit so einem Poster anfangen soll, ließ ich es, wo es war. Auch Bayreuth kannte ich bereits von PTP2. Also waren nur ein paar Kontrollblicke notwendig sowie ein paar Aufnahmen der nördlichen Bahnhofsausfahrt, über der unübersehbar die Festspielhalle thront.




Wie hatte ich doch von Stammbach und den nostalgischen Hebelbänken geschwärmt? In Bindlach stand fast die Kopie des Bahnhofsgebäudes. Der freundliche Fahrdienstleiter wechselte ein paar Worte mit mir und so erfuhr ich von dem täglichen Schrottzug aus Cheb in Tschechien nach Könitz in Thüringen zur Maxhütte. Auch vom Recycling-Pendel Weiden-Kulmbach wusste er zu berichten. Na wenigstens etwas Güterverkehr auf der Strecke!


Das ehemalige Ausweichgleis am Hausbahnsteig wurde gnadenlos gestutzt und dienst heute nur noch als Umsetzgleis für den Recycling-Hof.

Wer den 'Bahnhof' in Ramsenthal kennt, weiß, dass es dazu nicht viel zu sagen gibt. An Einfachheit fast nicht zu überbieten. Weiter nach Harsdorf. Und wieder ein deja-vu. Nein, das EG in Bindlach hatte wohl keine Räder, um mir hinterher zu fahren. Außerdem war das EG in Bindlach grün und hier in Harsdorf ocker. Auch hier wieder die nostalgischen Formsignale. Auf der einen Seite der Gleise die locker verstreuten Häuser des Ortes, auf der anderen Seite Felder, die am Horizont von Wald begrenzt werden.




Schauen wir mal, was in Trebgast los ist. Ah, ein Ort! Und die Bahn fährt mitten durch. Na so halb wenigstens. Es wird sicher Spaß machen, diesen Ort im Spiel umzusetzen. Auch hier stehen noch die alten Formsignale, deren eigentlich unlogische Fahrbegriffe ich genau so zur Freude aller Nörgler umsetzen werde. Was daran unlogisch ist? Für die Ausfahrt Richtung Neuenmarkt wird vom Hausbahnsteig über den geraden Strang der Weiche Hp2 gezeigt, vom anderen Gleis über den abzweigenden Strang jedoch Hp1 !



Zurück auf die Strecke Richtung Bamberg. Nach Ludwigschorgast stand Untersteinach auf der Liste. Zunächst fiel mir die Besonderheit gar nicht auf, nachdem ich schon so viel Schlichtheit gesehen hatte. Erst als der Zug aus Bamberg bei der Einfahrt einen Schlenker machte, bemerkte ich, dass es an der zweigleisigen Strecke nur einen Außenbahnsteig gibt! Auch hier hat sich die Bahn personalmäßig offenbar zurückgezogen, denn das EG wird heute von einem italienischen Restaurant benutzt. Ein Blick auf die Uhr und die Belichtungszeiten meiner Kamera beendet die Fotosafari für heute.




Samstag, 28.10.


Good Morning Kulmbach !! Von Weitem grüßt schon die Plassenburg, die im Dunst über der Stadt thront. Heute haben sich die Wolken nicht so bereitwillig verzogen. Immer wieder scheinen sie mir einen Strich durch die Fotografier-Rechnung machen zu wollen. Aber bis jetzt ist es trocken, wenn auch erheblich kälter als gestern.

Als erstes sah ich mir den Güterbahnhof an. Die Gleise wuchern langsam zu, sind aber noch komplett angeschlossen. Hier werde ich im Spiel die Zeit etwas zurückdrehen und das Entkrautungskommando seine Arbeit tun lassen. Es sollen ja noch ein paar Gleise für das Spiel übrigbleiben.
Am Bahnhof ist richtig was los. Hier kann man endlich wieder von einer Stadt sprechen. Die dicht an den Gleisen stehenden Firmen erzeugen den Eindruck, die Bahn würde durch eine enge Schlucht fahren. Ein absoluter Kontrast zu den Dorfbahnhöfen.



In Mainleus und erst Recht in Mainroth bin ich wieder wie gewohnt auf dem Lande. Auch in Burgkunstadt liegt der Bahnhof abseits der Stadt. So ist die interessante Altstadt nur von weitem zu sehen. Das Bahnhofsumfeld wird von Industrie geprägt, vornehmlich durch den hier ansässigen namhaften Versandhändler. Die Anschlußgleise sind noch intakt. Auch hier kann man im Spiel durchaus die Uhr ein paar Jahre zurückdrehen und den Gleisanschluß wieder bedienen.



In Hochstadt-Marktzeuln trifft die Strecke aus Hof auf die elekrifizierte Strecke aus Saalfeld. Ab hier sieht es allein schon durch die Fahrleitung schlagartig irgendwie 'technischer' aus, nicht mehr so urzeitlich ländlich wie auf dem bisherigen Teil. Trotzdem ist auch dieser Streckenteil vor Minimalismus nicht gefeit, wie der Haltepunkt in Michelau zeigt. Der eigentliche Ort liegt jenseits des Mains. Neben dem Bahnsteig steht nur eine Werhalle.

Eine Stadt, eine Stadt! Und was für eine! In Lichtenfels ist ja richtig action.



Ich hatte schon fast vergessen, wie eine Stadt aussieht. Obwohl der Zugverkehr auch überschaubar ist, kann man an der Vielzahl der Gleise erkennen, dass hier durchaus der Bär steppen könnte. Wahrscheinlich war ich nur zur falschen Tageszeit hier. Der Bahnfreak in mir konnte sich jedoch an dem Weichengewusel und den Fahrleitungsknäueln fast nicht satt sehen. So sieht ein Bahnhof aus.

Das dieses Gleisbild so nicht im MSTS rüberkommen kann, dürfte auch jedem klar sein. Standardmäßig gibt es ja nicht mal Innenbogenweichen, von dem seltenen Konstrukt im Vordergrund gar nicht zu reden. Bisher hatte ich geglaubt, solche Weichenkombinationen seien ein ausschliessliches Vorrecht der Engländer, die sich nach meiner Beobachtung um genormte Weichenformen nur bedingt kümmern.

14:00 Uhr. Zeit, etwas Nahrung einzuwerfen. Da kommt mir ein weltweit bekanntes Schnellrestaurant gerade recht. Vom Parkplatz aus sehe ich schemenhaft die Kirche 'Vierzehnheiligen'. Vorsichtshalber schon mal ein Bild gemacht, man weiß ja nie. Ein Foto von etwas näher dran könnte aber auch nicht schaden. Also Karte raus, Weg suchen und hinfahren. Soweit kein Problem, nur dass jetzt ein dichtes Baumspalier den Blick verstellte. Na ja, war wenigstens ein Versuch und ich hatte ja schon ein Bild. Auf dem gegenüberliegenden Hang grüßt das Kloster Banz. Ebenso verschleiert. So suchte ich mir einen Weg durch die schmalen Gassen von Schönbrunn, um einen freien Blick zu erhaschen. Zu dicht ran kann falsch sein, das wusste ich jetzt.
So bekam ich ein wenigstens halbwegs brauchbares Bild von diesem beeindruckenden Gemäuer.

Nächste Station war Staffenstein. So hieß der Bahnhof im DB-Kursbuch von 1982, nach dem ich meine Stationen gelistet und nach online-Fahrplanauskunft geprüft hatte, ob der Bahnhof noch bedient wird. Ich erhielt eine Busverbindung. Fazit: der Bahnhof ist zu. Doch was ist das? Autos auf dem Parkplatz, Taxis warten auf Kunden und Fahrgäste auf den Zug. Der Bahnhof ist offenbar noch in Betrieb. Auf dem Stationsschild fand ich dann die Lösung. Der Bahnhof heißt Bad Staffelstein. Weiß der Geier, zu welchem Staffelstein mich die online-Auskunft schicken wollte. Es ist doch gut, wenn man auch vermeintlich aufgelassene Bahnhöfe in die Erkundung mit einbezieht. So kann man keine bösen Überaschungen erleben.

Ebensfeld war das nächste Ziel. Am Bahnhof war wenig spektakuläres zu sehen.

'Nicole, bitte wenigstens aus dem Fenster sehen!"



Die interessanten Häuser stehen leider entlang der Hauptstraße des Ortes. Sie sind so nett anzuschauen, dass sie geradewegs zu einem Spaziergang einladen. Doch rumtrödeln gilt nicht. Schießlich sind es noch etliche Kilometer bis Bamberg. Als nächstes stand Zapfendorf auf meiner Liste. Dieser Bahnhof sollte noch in Betrieb sein. Schon auf dem leeren Mini-Parkplatz kamen mir aber so meine Zweifel. Auch der Versuch, den Bahnsteig durch die Tür des Bahnsteigzaunes zu betreten scheiterte. Abgeschlossen! Ein Blick auf den Bahnsteig erhärtete noch meinen Verdacht, dass hier nichts mehr los ist.

Bahnsteiglampen: 0
Sitzbänke: 0
Papierkörbe: 0
Namensschilder: 0
Gleisnummern: 0
Ok. Das wars. Hier wurden die Bürgersteige vor kurzem hochgeklappt. Also weiter. Zurück zum Auto und .... Was ist denn da los? Durch die Fensterscheibe des winzigen 'Empfangsgebäudes' (das ich nicht lache) sehe ich ein paar Menschen sitzen. Die warten bestimmt auf den Bus! Trotzdem: Kontrolle ist besser. An der Tür zum Bahnsteig fand ich dann endlich die Lösung für diese Trostlosigkeit.



Ja, liebe Bahn, so gewinnt man Fahrgäste, die sich wirklich als Kunde fühlen!

Ein Blick zum Himmel: die Wolken werden dichter und verdecken das Sonnenlicht. Ein Blick zur Uhr: 16:55. Ergebnis: Schluß für heute. Mein Quartier ist in Bamberg und da muß man ja auch erst mal als Ortsfremder hinkommen. Und prompt musste ich eine Ehrenrunde drehen, bis ich die winzige Zufahrtsstraße zu meinem Hotel fand. Dank der ausgedehnten Einbahnstraßen in der Bamberger Altstadt rächt sich jede Unachtsamkeit mit einem gewaltigen Anlauf für den nächsten Versuch.
Abends machte ich mich noch einmal zu Fuß auf eine kleine Erkundung. Natürlich setzte ausgerechnet jetzt der angekündigte Regen ein. Für morgen ist ebenfalls Regen angesagt und es fehlen noch ein paar Bahnhöfe. Das kann ja lustig werden!



Sonntag, 29.10.

Guten Morgen Bamberg, weinst du noch? Ein Blick aus dem Hotelfenster gibt die Antwort. Nein, Bamberg weint im Moment nicht, aber das vollgeheulte Taschentuch hängt über der Stadt. Mal sehen, ob die Bilder da etwas werden. Zunächst wollte ich mir einem kleinen Eindruck von der Stadt verschaffen, auch wenn man die Motive für das Add-On nicht verwenden kann. Wenn man schon mal da ist...


Richtig malerisch sieht es in Klein-Venedig aus. Schade, dass es so weit weg vom Bahnhof ist.


Blick auf die Michaelskirche

Zurück zum Thema und ab zum Bahnhof. Irgendwie hatte das Gefühl, das schon mal gesehen zu haben. Richtig, die Bahnsteige sehen denen in Lichtenfels zum Verwechseln ähnlich. Gut für uns ;-))



Genug gesehen, weiter gehts. Hallstadt war schnell erledigt. In Breitengüßbach fielen mir sofort die Formsignale auf, die auch hier bisher allem Modernisierungen getrotzt hatten. Dumm nur, dass auch eine Sperre den Zugang zu den Bahnsteigen verwehrte. So blieb es bei Fotos 'von außen'.





Nun blieb nur noch ein Bahnhof übrig. Ebing. Ja, so kannte ich die Bahnhöfe entlang dieser Strecke. Ebing war sozusagen symtomatisch dafür.



Freies Feld, zwei Bahnsteige, ein Empfangsgebäude ... Schluß. Der Ort liegt auf der anderen Mainseite etwas entfernt. Dennoch wird die Landschaft einiges hergeben. Die Mainschleifen sind ebenso markant wie die ausgedehnten Felder im breiten Maintal. Noch eine kurze Verschnaufpause und ab auf die Bundesstraße und am Kreuz Bamberg auf die Autobahn. Berlin ist noch weit und es ist schon 12:15 Uhr. Voller interessanter Eindrücke und Ideen für das Add-On kam ich gegen 18:30 Uhr in Berlin an. Danke noch mal an die Autobahnmeistereien für die vielen, oft dem bloßen Augenschein nach sinnlosen Baustellen. Welchen Sinn es z.B. hat auf 8 km Länge den Standstreifen und die rechte Fahrspur zu sperren, wenn die Fahrbahn in mustergültigem Zustand ist, weiß ich bis heute nicht. Aber sei's drum. Die Jungs wollen ja auch was zu tun haben, gönnen wir ihnen mal den Spaß.

Die Erkundung hat mir viel Spaß gemacht. Nun an die Arbeit.

Noch ein paar Fakten:
Dauer der Erkundung: 4 Tage
Kilometerleistung: 1156 km
Bilder: 1534
Datenmenge: 2,71 GB

Bis zum nächsten Mal, vielleicht in Ihrer Nähe

Michael Zelm